Integrative Wohngruppe „Birkenhof II“

Infrastruktur

Die integrative Wohngruppe „Birkenhof II“ hat 4 Einzelzimmer, 2 Doppelzimmer und verfügen über ausreichend Freizeit- und Gemeinschaftsräume und ist in ein Städtisches Hofgut mit Tieren, Garten sowie Werkstätten für die Kinder, Jugendlichen und jungen Volljährigen eingebunden.

Angebot und Zielgruppe

Die integrative Wohngruppe „Birkenhof II“ bietet 8 Plätze und richtet sich an männliche Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren und junge Volljährige. Darüber hinaus können, abhängig von der aktuellen Belegungssituation, 2 freie Plätze flexibel auch für Inobhutnahme genutzt werden.

Pädagogische Konzeption

Die pädagogische Konzeption beruht auf den Prinzipien der Waldorfpädagogik und der ihr zugrundeliegenden Entwicklungspsychologie als pädagogische Basis. Auf ihr fußen die tragenden und stützenden Säulen der pädagogischen Konzeption: Bildungsplan, Traumapädagogik, Interkulturelle Pädagogik, Inklusionspädagogik und Förderpädagogik. In modifizierter Form bildet dieses Säulenmodell auch den pädagogisch-konzeptionellen Rahmen der Arbeit für die unbegleiteten minderjährigen geflüchteten Kinder und Jugendlichen.

Hilfe an 365 Tagen im Jahr

Die Integrative Wohngruppe bietet an 365 Tagen im Jahr Hilfe zur Erziehung über Tag und Nacht an. Die Kinder und Jugendlichen werden in Verbindung von Alltagserleben mit pädagogischen und therapeutischen Angeboten in ihrer Entwicklung gefördert. Die Hilfe ist altersentsprechend und orientiert sich an dem Entwicklungsstand des jeweiligen jungen Menschen, sie werden auf eine selbständige Lebensführung vorbereitet und in Schulischen- Berufsorientierenden Fragestellung begleitet und Beraten.

Wohnen

Den Kindern und Jugendlichen stehen in der Regel großzügige Einzelzimmer zur Verfügung. Die Küchen, der Wohn- Esszimmerbereich und die sanitären Anlagen werden Gruppenbezogen gemeinsam benutzt. Die jungen Menschen werden angeleitet zunehmende Selbständigkeit zu erlangen und sind in die tägliche Essenszubereitung und den Einkauf maßgeblich einbezogen. Für die Sauberkeit und Pflege der Zimmer und der gemeinsam benutzten Räume sind die Kinder und Jugendlichen überwiegend selbst zuständig und übernehmen hierfür Verantwortung.

Wochenstruktur

Die Betreuung findet von montags bis sonntags statt. An den Wochentagen liegen die Betreuungszeiten vor allem in den Früh-, Nachmittags- und Abendstunden, eine Nachtbereitschaft ist gewährleistet. An den Wochenenden findet Betreuung in Form von Aktivitäten rund um die Hausarbeit und im Kultur- und Freizeitbereich statt.

Betreuung

Die Betreuungszeiten sind durch die Präsenz mindestens eines pädagogischen Mitarbeiters gewährleistet. Darüber hinaus ist eine Rufbereitschaft eingerichtet, so dass die Kinder und Jugendlichen und Mitarbeiter in Krisensituationen und Notfällen zu jeder Tages- und Nachtzeit einen Ansprechpartner der Leitungsebene erreichen können.

Die Integrative Wohngruppe bietet durch die durchgehende Präsenz des pädagogischen Fachpersonals vor Ort Beratung, Anleitung und Hilfestellung bei allen aufkommenden Fragestellungen an und fördert zugleich die Möglichkeit der gegenseitigen Hilfe sowie die Bereitschaft, sich direkt miteinander auseinanderzusetzen, mit Kritik angemessen umzugehen und gemeinsame Lösungen zu finden.

Die Betreuungsarbeit in der Integrative Wohngruppe basiert auf einer gruppendynamischen als auch auf einer individuellen Ebene. Um das soziale Lernen in der Gemeinschaft gezielt zu fördern, werden deshalb verschiedene Themenfelder unter Anleitung der Pädagogen gezielt gemeinsam bearbeitet und vorangebracht. Dazu gehören Freizeitaktivitäten, die Gestaltung des Hauses und des Wohnumfeldes sowie themenbezogene Inhalte (Umgang mit Geld, künstlerische und handwerkliche Aktivitäten, Kunst und Kultur).

Rechtsgrundlage

Die Integrative Wohngruppe ist eine Einrichtung über Tag und Nacht und zählt zu der sog. „Heimerziehung“ nach § 34 SGB VIII und wird in Verbindung mit § 27, § 35a (Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche) sowie § 41 SGB VIII (Hilfe für junge Volljährige) gewährt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit von flexiblen Plätzen nach § 42 SGB VIII (Inobhutnahme).

Das Angebot steht allen jungen Menschen unabhängig von deren Konfessions-, Religions- und Nationalitätszugehörigkeit zur Verfügung.